Zurück zur Startseite
Entscheidung 0059

E-Auto-Wiederanlauf: Mindeststrom vereinheitlicht, Ladeausfall fahrzeugseitig lokalisiert

Bereich: LadenDatum: 2026-08-22angenommen

Nach einem Phasenwechsel (ein- auf dreiphasig) mitten in einer laufenden Ladung lud ein Elektrofahrzeug nicht mehr und meldete, es messe keine Versorgungsspannung. Die Fehlersuche brachte zwei getrennte Erkenntnisse.

Erstens ein Software-Fehler im automatischen Wiederanlauf: Der Mindest-Ladestrom war an zwei Stellen minimal unterschiedlich hinterlegt (6,50 A vs. 6,52 A). Weil der Aufweck-Mechanismus gegen den höheren Wert prüfte, der Regler aber den niedrigeren vorgab, sprang das Anstupsen eines „eingeschlafenen“ Fahrzeugs an der niedrigsten Ladestufe nie an. Beides wurde auf einen gemeinsamen Wert zusammengeführt.

Zweitens: Der akute Ladeausfall lag am Fahrzeug, nicht an der Ladestation. Direkt an der Wallbox lagen alle drei Phasen mit ~230 V an, es gab keine Hardware- oder Schützfehler, und ein gültiges Ladeangebot stand an; selbst eine elektronisch simulierte Aus-/Einsteck-Sequenz bewegte das Fahrzeug nicht zum Laden. Als nächster Ausbauschritt ist vorgesehen, diese stärkere elektronische Trennung als automatische Eskalationsstufe in den Aufweck-Mechanismus aufzunehmen, sofern die Ladestation sie unterstützt.

Auszug aus unserem öffentlichen Entscheidungs-Log (Eintrag 0059).
30 Tage kostenlos ausprobieren Preise