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Entscheidung 0036

PV-Prognose: ein Ein-Stunden-Zeitversatz, kein zu schwaches Modell

Bereich: PrognoseDatum: 2026-08-18angenommen

Nach der Umstellung auf die Wetterdienst-Daten unterschätzte die Ertragsprognose morgens deutlich, während der Mittag gut passte. Die Untersuchung trennte den Rechenweg vom Eingangssignal: Das Modell reproduziert auch den Morgen korrekt, wenn man es mit realistischen Strahlungswerten füttert – es ist nicht „zu schwach“.

Der Fehler lag in der Zeitzuordnung. Der Strahlungswert des Wetterdienstes summiert die vergangene Stunde und ist auf das Stundenende datiert; gelesen wurde er als Stundenanfang, wodurch die Prognose eine Stunde zu spät lief. Auf der steilen Morgenrampe kostet das viel, am flachen Mittag fast nichts – genau die beobachtete Fehlerform, an Sonnenauf- und -untergang unabhängig bestätigt.

Der Fix trifft die Ursache und ist minimal; ein aufwändigeres Strahlungsmodell hätte den eigentlichen Fehler gar nicht berührt. Zusätzlich wurde eine numerische Instabilität bei sehr tiefer Sonne physikalisch gedeckelt.

Auszug aus unserem öffentlichen Entscheidungs-Log (Eintrag 0036).
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