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Entscheidung 0002

Fahrzeug-Telemetrie zentral statt in jedem Backend

Bereich: ArchitekturDatum: 2026-08-09angenommen

Unsere Steuerungs-Backends laufen überwiegend on-premise beim Kunden, hinter einem normalen Internetanschluss. Bei neun angebundenen Automarken trug es nicht mehr, dass jedes Backend die Hersteller-APIs selbst abfragt.

Drei Gründe: Ratenlimits gelten pro Konto, nicht pro Server – zwei Installationen am selben Fahrzeug verdoppeln die Abrufe. OAuth braucht eine feste, öffentlich erreichbare Rückruf-Adresse, die ein Gerät hinter einem Heimanschluss nicht hat. Und neun Adapter auf jeder Installation zu pflegen macht aus jeder Hersteller-Änderung einen Flotten-Rollout.

Deshalb zieht ein eigener zentraler Dienst die Telemetrie zusammen: Er spricht als Einziger mit den Hersteller-APIs, fragt jedes Fahrzeug genau einmal ab und verteilt den Zustand an die berechtigten Installationen. Zwei bewusste Festlegungen: Die Verbindungsrichtung war keine Wahl – Geräte hinter einem Heimanschluss sind von außen nicht anwählbar, also verbinden sie sich ausgehend zum Dienst. Und der Dienst liest nur; Befehle an Fahrzeuge kann er nicht senden.

Auszug aus unserem öffentlichen Entscheidungs-Log (Eintrag 0002).
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